Freiwilligenarbeit ‒ eine grosse Herausforderung

Freiwilligenarbeit ‒ eine grosse Herausforderung

Mai 2016

Rudolf Baer

, Dr. oec.

Jedes Jahr am 5. Dezember ist es so weit: Wir feiern den UNO-Tag der Freiwilligen. Hand in Hand damit geht das Lamentieren über das nachlassende Interesse an Freiwilligenarbeit im Allgemeinen oder das mangelnde Interesse der Jungen und den mangelnden Nachwuchs in vielen Vereinen im Speziellen. Das Saurer Museum in Arbon, geführt vom Autor dieses Artikels, arbeitet ausschliesslich mit Freiwilligen. Für diesen Einsatz und den Dienst an der Gemeinschaft in höchster Professionalität gewann das Museum 2014 den europäischen Silletto-Preis der European Museum Foundation. Im Herbst 2015 wurde das Museum in einer weltweiten Selektion zu den „28 Projects of Influence“ der Stiftung „Best in Heritage“ ausgewählt. Zu der Community, dem Club of Excellence zu gehören, erfüllt den Museumsdirektor mit Stolz und wirft gleichzeitig die Frage auf, was die Freiwilligenarbeit im Saurer Museum denn unterscheidet von der Freiwilligenarbeit andernorts.

Über das schwindende Interesse an Freiwilligenarbeit wird sehr oft geklagt. Das wundert aber überhaupt nicht, betrachtet man die Arbeitsverhältnisse in Freiwilligen-Organisationen. Da wird viel verlangt und nichts bezahlt. So funktioniert das nicht. Wenn man nicht in Franken bezahlen kann, muss die Entschädigung auf andere Art erfolgen.

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